„Spätfolgen der Sucht für Körper und Familie“

Fortbildungswochenende Lützensömmern vom 04.-06. März 2022

Das Fortbildungswochenende begann am Freitagabend mit einer Vorstellungsrunde der Teilnehmer:innen und der Referent:innen und einer kurzen Einführung in das Thema.

Am Samstag erhielten die Teilnehmer:innen zuerst Antworten auf die Fragen „Was ist Sucht? und „Wie wirkt sie nach?“. Es gab Informationen zum Wirken von Alkohol und anderen Suchtmitteln auf den Körper, auf die einzelnen Organe und das Gehirn. Mit dem Ergebnis, dass jeder Bereich unseres Körpers mehr oder weniger durch die Einnahme von Suchtstoffen negativ beeinflusst wird. Obwohl sich einige Organe schon nach einer relativ kurzen Zeit der Abstinenz wieder gut erholen (Konsumverzicht lohnt sich also!), bleiben viele durch den Konsum vernichtete Nervenzellen auf Dauer verloren.

Suchterkrankungen eines Einzelnen sind aber auch Familienerkrankungen. Betroffen ist das gesamte Umfeld. Am Sonntag widmeten wir uns diesem Thema und co-abhängigen Verhaltensweisen in der Familie, im Freundeskreis und am Arbeitsplatz. Genauso schwierig wie für die Süchtigen der Ausstieg aus der Sucht ist, ist für ihr Umfeld das Loslassen von der eigenen Co-Abhängigkeit. Sie ist zwar nicht hilfreich, aber ein völlig natürlicher Schutzmechanismus. Als Fazit und durchaus auch als Wink in Richtung Finanzierung des Hilfesystems gibt uns Dr. Grau mit:

„Sucht ist eine urmenschliche Erkrankung. Co-Abhängigkeit ist ein urmenschliches Sozialverhalten. Schwere Erkrankungen müssen professionell und nicht nebenher behandelt werden.“

Die Veranstaltung wurde von den Teilnehmer:innen als äußerst informativ und gelungen bewertet. Alle waren bei der Bearbeitung der Themen involviert. Eine Fortsetzung ist erwünscht.

Wolfgang Kuhlmann, Betreuer und Teilnehmer